Unsere Filme im Programm

 

#FEMALE PLEASURE

Schweiz, Deutschland 2018, 97 Min

Regie:  Barbara Miller

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm #FEMALE PLEASURE. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich die fünf Frauen für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken.
#FEMALE PLEASURE ist ein Film, der schildert, wie universell die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann.

 

Looking for Oum Kulthum

Deutschland, Österreich, Italien, Libanon, Katar 2017, 92 min

Regie: Shirin Neshat

Die iranische Filmemacherin Mitra lebt seit Jahren im Exil, doch nun bekommt sie endlich die Gelegenheit einen Film über ihr Idol, die legendäre arabische Sängerin Oum Kulthum, zu drehen. Darin soll es um den hohen Preis gehen, den Oum Kulthum zahlen musste, um sich als Frau in einer konservativen und von Männern dominierten Gesellschaft durchzusetzen. Doch Mitra muss bald feststellen, dass sie mit ähnlichen Problemen wie einst schon Oum Kulthum zu kämpfen hat. Als Film im Film erzählt Looking for Oum Kulthum eindrücklich von zwei Künstlerinnen, die sich in einem patriarchalischen Umfeld behaupten müssen.

 

Ixcanul Volcano

Guatemala, Frankreich 2015, 90 Min

Regie: Jayro Bustamante

María, eine 17-jährige Maya-Frau, lebt mit ihren Eltern auf einer Kaffeeplantage am Fuss eines aktiven Vulkans. Sie soll mit dem Vorarbeiter verheiratet werden, damit die Zukunft ihrer Familie gesichert ist. Maria sehnt sich aber danach, die Welt jenseits des Berges kennenzulernen. Ixcanul ist ein Film, welcher zusammen mit der lokalen Bevölkerung entwickelt wurde. Die Handlung nimmt den Rhythmus eines Lebens auf, das vom Glauben und den Traditionen der Vorfahren bestimmt ist und erzählt die Geschichte einer Frau, die sich ihrer Ohnmacht nicht ergeben will, auch wenn ihre Hilferufe niemand versteht.

 

Goliath

Schweiz 2017, 85 Min

Regie: Dominik Locher

David ist fürsorglich, sensibel und unsicher. Als seine Freundin ungeplant schwanger wird, verfällt er in stumme Panik. Als die beiden ein paar Tage später in der S-Bahn angegriffen werden und David seine Freundin nicht schützen kann, wächst seine Angst als Mann nicht zu genügen. Verzweifelt greift er zu Steroiden und beginnt mit exzessivem Krafttraining. Die Muskeln geben ihm zunächst Selbstvertrauen. Doch bald entwickelt David unberechenbare Züge und wird zur Bedrohung für Jessy und das ungeborene Kind. Der Film thematisiert die hochaktuelle Problematik der Suche nach einer männlichen Identität.

 

Unter aller Augen

Deutschland 2017, 94 min

Regie: Claudia Schmid

In Benin, Bangladesch, der DR Kongo, aber auch mitten in Deutschland: Gewalt an Frauen ist allgegenwärtig. "Unter aller Augen" taucht ein in die Lebenswelt von Frauen, die schlimmster Gewalt ausgesetzt waren. Der Dokumentarfilm zeigt aber auch die Kraft der Frauen, sich gegen die Übergriffe zu wehren und ein neues Leben zu beginnen. Vor dem Hintergrund verschiedener Kulturen, Lebensweisen, gesellschaftlicher Systeme werden die Mechanismen und Strukturen von Gewalt und Macht gegen Frauen in ihrer universellen Parallelität durchleuchtet und die Ursachen sichtbar.

 

God is not working on Sunday

Ruanda 2015, 84 min

Regie: Leona Goldstein

Was wie eine feministische Utopie klingt, ist in Ruanda Realität. Frauen sind in Ruanda zu einer starken gesellschaftlichen Kraft geworden und bilden sogar seit 2008 eine Mehrheit im ruandischen Parlament. God Is Not Working On Sunday! ist kein weiterer Film über den Genozid, sondern beschäftigt sich mit dem Jetzt und Heute. Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm begleitet zwei ruandische Aktivistinnen, die mit unendlichem Engagement ihre Vision von sozialem Wandel verfolgen. Das neue Selbstbewusstsein, das der Film einfängt, erstaunt und macht Mut angesichts der Fakten.

 

What will people say

Norwegen, Deutschland, Schweden 2017, 106 min

Regie: Iram Haq

Die 16-jährige Nisha führt in Oslo ein Doppelleben. Bei ihren streng konservativen Eltern ist sie die perfekte pakistanische Tochter. Wenn sie mit ihren Freunden ausgeht, verhält sie sich hingegen wie ein normaler norwegischer Teenager. Als Nisha von ihrem Vater mit einem Jungen erwischt wird, ändert sich ihr Leben radikal: Sie wird zu Verwandten nach Pakistan verbannt und findet sich plötzlich in einer Kultur wieder, die ihr völlig fremd ist. What Will People Say ist ein packendes Drama über die Verteidigung und den Verlust der eigenen Identität.

 

Rafiki

Kenia 2018, 82 min

Regie: Wanuri Kahiu

Kena und Ziki leben in Nairobi und sind Freundinnen, obwohl ihre Familien politisch entgegengesetzte Ansichten vertreten. Sie halten zusammen, wollen mehr und verlieben sich ineinander, was sie in ihrer konservativen Gesellschaft in Bedrängnis bringt. «Rafiki» strahlt mit seiner Buntheit und Frische das aus, was auch die junge Filmemacherin Wanuri Kahiu auszeichnet: Ein gesundes Selbstbewusstsein afrikanischer Frauen, die für sich und für ein selbstbestimmtes Leben einstehen.

 

Alles ist gut

Deutschland 2018, 93 min

Regie: Eva Trobisch

Alles ist gut – so zumindest der Eindruck, den Janne vermitteln möchte. Aber nichts ist gut. Nicht, seitdem ihr neuer Chef ihr seinen Schwager Martin vorgestellt hat, der am Abend ihres Kennenlernens gegen ihren Willen mit ihr schläft. Danach lässt Janne erst mal alles seinen gewohnten Gang gehen – wenn man die Dinge nicht zum Problem macht, hat man auch keins. Doch ihr Schweigen über den Vorfall weicht nach und nach einer stillen Ohnmacht. Eine Nacht, die für einen kurzen Moment den falschen Abzweig nimmt. Mit stiller Wucht erzählt „Alles ist gut“ von den Folgen, die sich für die Beteiligten daraus ergeben.